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Grundsätzliche geschichtliche Hintergründe der Fahnen
Seit dem Beginn organisierten Lebens und der ersten Gesellschaftsordnungen gibt es Fahnen. Fahnen und Wappen sind in allen politischen Systemen wichtige Symbole staatlicher Souveränität. Sie dienen als Erkennungszeichen. Als Feldzeichen einzelner militärischer Abteilungen nutzten die Griechen und Römer Fahnen. Das lateinische Wort vexillum, das für Fahne steht und als Standarte für die Reiterei benutzt wurde, gab der sich mit Fahnen befassenden Wissenschaft später den Namen Vexillologie. Anfänglich waren Fahnen ein Persönlichkeitsattribut, also Zeichen des Trägers. Dieses Zeichen wurde allmählich auf den Herrschaftsbereich des Trägers übertragen. Kriege und die Kreuzzüge entwickelten die Fahnen zur gemeinsamen Heereskennzeichnung. In den Ländern des Mittelmeerraumes kennzeichneten die Seefahrer ihre Schiffe mit Fahnen, und gegen Ende des 13. Jahrhunderts gab es feste Regeln zur Fahnenführung auf Schiffen der Hanse. Erst mit der Französischen Revolution, während der sich ein Volk unter einer blau-weiß-roten Fahne gegen den König erhob, erfuhr die Fahne als Nationalfahne allgemeine Bedeutung. Auch andere Völker sammelten sich unter ihrer Fahne, um Gemeinsamkeit und nationales Bewusstsein zu zeigen. Die Fahne wird zum Symbol von Einheit, Freiheit, Unabhängigkeit der Völker, der Nationen, Gruppierungen oder Vereinen Fahnengeschichte der Schützengesellschaft MärstettenAnno 1894 beschlossen die Märstetter Schützen, ein Vereinsbanner anzuschaffen. Auf der einen Seite mit dem heraldisch verzierten Märstetter Wappen und der Aufschrift: "Schützenverein Märstetten".
Auf der anderen Seite das Thurgauer- und das Schweizerwappen, zwei gekreuzte
Gewehre und den patriotischen Schriftzug: "Für Freiheit und
Vaterland". Am 16. Juli 1944 fand dann die Weihe der neuen Fahne statt. Diesmal bestimmte das Märstetter Wappen das ganze Bild. Die Fahnenweihe wurde mit der Patensektion Ottoberg und verschiedenen Gästen durchgeführt. Der damalige Präsident, Lehrer Walter Keller, verabschiedete mit ergreifenden Worten das alte Banner und begrüsste mit dem Treueschwur der Schützen die neue Fahne. In den letzten 48 Jahren nagte aber der Zahn der Zeit auch an diesem Seidentuch. An gar manchem Schützenfest wurde es stolz präsentiert, empfing andere Dorfvereine oder gab einem Schützenkameraden das letzte Geleit. So wollen wir hoffen, dass auch die neue Fahne, welche wir 1992 am Fahnenweihschiessen "in Dienst nehmen durften", uns über längere Zeit unser treuer Begleiter wird. |
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